November 22nd, 2009 by Laurin Buser
Ein idiotisches Gespräch
Zweizimmerwohnung, künstliches Licht, Küchentisch, leergegessene Teller, eine fast leere Rotweinflasche, ein sich gegenübersitzendes Ehepaar, angewinkeltes Fenster, Spätsommer, heisse Luft.
Rachel: „Lass uns einen töten.“
Jaques: „Einen Menschen?“
Rachel: „Einen lebendigen Menschen.“
Jaques: „Warum, mein Liebes, willst du das tun?“
Rachel: „Tötetest du schon einmal einen Menschen?“
Jaques: „Nein.“
Rachel: „Du willst es nicht wissen, wie es ist?“
Jaques: „Nein.“
Rachel: „Warum nicht?“
Jaques: „Ich brauch es nicht zu wissen.“
Rachel: [...]
Juli 2nd, 2009 by Laurin Buser
Es ist fresh, wenn man nach Hamburg fliegt, um zu Slammen. Zuerst Iron-Slam in Redensburg mit robustem Aufgebot, folglich einer in Flensburg, dann auf Sylt. Danach drehen wir einige Sequenzen für den Videoclip in Hamburg und im Wattenmeer. Das ist toll. Das ist toll. Toll ist das.
Ein kleines seltsames Gedicht:
Die Natur; im Wald, allein, kein [...]
Juni 14th, 2009 by Laurin Buser
Die Stadtlichter, die Menschen, wie streunende Hunde, allein, vereinzelt, irgendwo an den Wänden schallende Fluchwörter, braunes Bierglas gegen Wände, Klirren, Lachen, gasgebende Wagen, ein Halbmond, wenig Sterne, Strassenlaternen, setzende Luft, abkühlender Asphalt, das schwingende Klappern schwarzer Stöckelschuhen, klacktack, hohe Wände, beleuchtete Kneipen, Whiskyshots vor stierenden Kerlen, flimmernde Fernsehapparate, glühende Glimmstängel, muskulöse Türsteher, wie Bulldoggen, mit [...]
April 21st, 2009 by Laurin Buser
Wir spielen nur noch dreimal in Bern. Und zwar spielen wir “Das Herz eines Boxers” von Lutz Hübner. Wir bedeutet Hubert Kronlachner und Ich. Und Sandra Löwe machte Regie. Aber darüber mehr unter “Er, jetzt.”
Jedenfalls läuft es da im Käfigturm nicht so, zuschauermässig. Wenig Menschen. Viel zu wenig. Deshalb kommt. Oder informiert eure Enkel, [...]
April 8th, 2009 by Laurin Buser
Ich sitze da im flimmernden Licht vor diesem Viereck, starre hinein, in dieses Viereck. Und Jaques Brel singt „Ne me quitter pas“. Und ich denke, ja, verdammte scheisse. Verlasst mich nicht: bleibt bei mir, all die Glücksgefühle, all die Liebe, geht nicht fort, bleibt bei mir, wärmt mich. Ich stehe auf der alten Ruine, auf [...]