• Er.

  • Termine.

    • Fr 12.3.2010:
      art.i.g. Poetry Slam Olten
    • Sa 13.3.2010:
      Poetry Slam in Affoltern
    • Sa 13.3.2010:
      Jugendfilmtage Zürich
    • Di 16.3.2010:
      Theater: Das Herz eines Boxers
    • Fr 19.3.2010:
      Theater: Das Herz eines Boxers

Am Freitag, 12.3.2010 findet in Olten der laut&deutlich Poetry Slam statt. Und ich lege jedem ans herz, sich dies anzusehen. Das Line-Up ist unfaßbar. Soviel Wortschwall auf einer Bühne ist selten zu sehen.

Der Anlass findet in der Schützi in Olten statt.

Türöffnung: 20.00 Uhr / Showbeginn 21.00 Uhr
Eintritt: Fr. 15.-
Reservation unter tickets@artig.ch
Lineup: Bleu Broode, Hamburg / Laurin Buser, Arlesheim / Simon Chen, Zürich / Diego Häberli, Schaffhausen / Renato Kaiser, Goldach / Sebastian 23, Bochum / Toralf Sperschneider, Olten / Lara Stoll, Schaffhausen / Kilian Ziegler, Trimbach / Remo Zumstein, Burgdorf / Julian Heun, Berlin

In Paris war ich.

Paris, Paris.

Hohe Scheiße,
tiefe Erkenntnis,
Paris, Paris!
Ich liebe dich.
Und deine Weisheit.

Schaubühne Berlin.

Der wunderbare Auftritt auf der wunderbaren Schaubühne im wunderbaren Berlin ward auf YouTube gestellt. “Die selben Lieder” in der Vorrunde des Dead or Alive Poetry Slam, den ich später gewinnen durfte (Freude!).

Die Rose erobert.

Ich freue mich, mitteilen zu dürfen, dass unser Videoclip “Die Rose” an zwei wichtigen Schweizer Filmfestivals nominiert wurde:

Wir sind ausgewählt worden für die renommierten 34. Schweizer Jugenfilmtage Zürich ! Tataaa!

Zudem wird der Film auch an den 14. Lichtspieltage Winterthur, das Festival der Independent-, Low-Budget- und Undergroundfilm-Produktionen aus der Schweiz.

Da freut sich mein Herz. Infos zum Clip hier.

Laurin Buser Die Rose Foto by Benno Hungerbühler

Oberwil, Berlin, Basel.

Die kommende Woche wird toll. Drei tolle Veranstaltungen.

Slam-Show in Oberwil

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Scenario” der Ref. Kirche Oberwil veranstalten wir eine Slam-Show mit hochkarätigem Line-Up. Da wären: Gabriel Vetter, Gewinner Salzburger Stiers; Kilian Ziegler, Wortspieljongleur, Rapper, Dauergewinner; Rea Regli, improisativ, erotisierende Texte. Und ich.

Wann: 28.1.10, 20 h. Wo: Ref. Kirche Oberwil. Kosten: Kollekte.

Dead or alive? in Berlin.

Dead or alive ist eine interessante Form des Poetry Slam, bei dem Slam-Poeten gegen Schauspieler in den Rollen toter Dichter antreten. Das Ganze findet auf der Schaubühne Berlin statt! Berlin ruft. Schön.

Wann: 30.1.10, 20 h. Wo: Schaubühne Berlin.

8. GrenzgängerSlam

Bereitszum achten Mal laden wir 6 Poeten ein.
Diesmal hochinternational.
Florian Cieslik aus Köln
Er ist seit Jahren unterwegs als Poet, mal mit, mal ohne Musik. Mit Musik nennt er sich Lyrock. Beim National 2008 in Zürich schaffte er es ins Finale.
http://www.lyrock.com/
Markus Köhle aus Wien
Er macht uns international. Der erste Österreicher bei uns. Er schreibt auch Bücher. Er ist also Slam-Poet und Autohr.
http://www.autohr.at/
Renato Kaiser aus Fribourg
Kann sich den Hattrick holen. Er ist Sieger der letzten zwei G-Slams. Yeah, ah.
http://www.myspace.com/renatokaiser
Remo Zumstein aus Burgdorf
Er ist langsam. Er redet Berndeutsch. Er macht Wortspiele. Und erzählt.
http://www.youtube.com/watch?v=9m6_naU8jxk
Gregor Stählin aus Basel
Der Newcomer der Basler Slamszene tritt zum ersten Mal bei uns auf. Freshfreshdope.
Specialguest werden sein die Basler Rapgrössen BLACK TIGER und PYRO! mit Acapella-Mundart-Rap.

Wann: 31.1.10, 20 h. Wo: Kultupavillon Basel beim Zoll Otterbach. Tickets: 15.-/20.-, unbedingt reservieren. Unter www.kulturpavillon.ch

Seifenblase2010.

Nach exakt hundert Auftritten im 2009, jetzt 2010. Tatatrüü.

Kommenden Freitag, 15.1.10, ist Poetry Slam in Olten.

Es folgt ein Gedicht.

Jetzt:

Seifenblase

Mich umgibt eine Seifenblase.
Ich sitz in ihr.
In ihr ist alles ein bisschen durcheinander.
So kann ich nicht aus ihr raus.
Denn eine falsche Bewegung und sie platzt
und ich kann nie mehr zurück in sie.
Deshalb bleib ich jetzt grad still.
Sie ergeht oft, doch kommt genauso wieder zurück.
Oder geh ich zu ihr.
So darf’s bleiben.

Albumcharts.

Meine sechs liebsten Alben dieses Herbstes aus dem deutschsprachigen Raum-

Alejandro Jiménez - Monoment

Er hat es geschafft, 15 Ohrenwürmer zu schreiben. Er begleitet sich selbst mit Gitarre und Schlagzeug. Eine wahre One-Man-Show. Wunderbare Texte und eine sehr klare Stimme. “Ich singe weiter meine Lieder”. Ich höre gerne zu.

Bajanski Bal

Eine Gruppe von in der Schweiz lebenden Russen haben sich zusammengeschlossen und spielen traditionelle russische Lieder. Jeder Muskel im Körper will sich dazu bewegen. Die absolute Partymusik. Auch passend bei einem Schneesturm. (Ich kann hier nicht zitieren. Das Album ist auf Russisch.)

Greis - 3

Es gibts nichts schöneres als dieses unglaublich ehrliche, selbstreflektierende Album zu hören, währenddem man durch die Natur rennt. “Es isch nüd eso befreiend, wie sich troue Lüt z enttüsche und vertroue druf, dass d Roue ufgeit im eigete Film.” Das Album kann locker mit den beiden Vorgängern mithalten. Und das ist schwer.

Jan Koch - Matt in drei Zügen

Der Berliner Liedermacher Jan Koch setzt auf minimale musikalische Begleitung und unglaubliche Texte. Melancholisch und verdammt real singt er zu Gitarrenbegleitung, singt er ohrenbetörende, poetische und lustvoll-tragische, spannende Lieder. “Auf dem Schlachtfeld der Zeit.” Das Album besteht aus drei CDs mit je drei Liedern plus einem lyrischen Gedicht.

P-27 - Special

Oldschool heisst Neues machen. Ganz nach diesem Motto produzierte Skelt! und Tron ein Album, das Spass macht. Funk, Jazz, Pop, Rap. Schubladisierung unmöglich. Das gesamte Album ist aufgebaut als Radiosendung und bringt perfekte Radiomoderatorenimitationen mit sich. “Radio Rhychnü - eure Sänder mit de Hits. Die wänder, die giz!” Es macht Freude.

Stiller Has - So verdorbe

Ein wundervolles Album. Musikalisch grandios, virtuos, famos-
Seine Stimme, seine Zeilen!
Und die hoch stehende Musik. Die weltklasse Band. Auch live wuchtig. Obwohl sie im Winter des Lebens stehen. Das wird ein langer Winter! “Zweni het nie glängt und zviel isch nie gnue.” Sagt er.

holy crack.

Die zwei Zusatzvorstellungen von Wunder. Welt. Wort. waren erneut ausverkauft. Juhe.

Und nun folgt eine wunderbare Woche mit vier wunderbaren Auftritten an wunderbaren Poetry Slams:

Donnerstag, 17.12. Barfood Poetry
Poetry Slam im flauschigen Theater La Fourmi in Luzern mit Alejandro Jiménez, Renato Kaiser, Jan Koch, Lara Stoll, Kilian Ziegler, Laurin Buser u.a. Moderation: Richi Küttel.

Freitag, 18.12. laut&deutlich X-Mas Slam
Ein weihnachtlicher Slam im Ochsen in Zofingen. Mit riesigem Aufgebot an Slammern. Der Slam ist längst nicht so doof, wie das Motto, unter dem er steht.

Samstag, 19.12. Slam!Gallen
Seit 9 Jahren gibt es in der Grabenhalle in St. Gallen regelmässig Dichterwettstreite. Zu diesem Geburtstag wurden viele Schwergewichte der deutschsprachigen Poetry Slam Szene eingeladen. Ken Yamamoto, Dalibor Markovic, Lara Stoll, King Lasse Samström und eine Menge mehr.

Mittwoch, 23.12. Burghof Poetry Slam
Poetry Slam in Lörrach mit Felix Römer, Nico Semsrott und vielen mehr.

Zusatzvorstellungen

Kommenden Samstag und Sonntag (12. und 13.12., je 20 Uhr) finden die zwei Zusatzvorstellungen von Wunder. Welt. Wort. statt im Parterre Basel.

Komm!

Tickets auf https://ticketino.com/(S(f5hoij552ze10055iycbt545))/Default.aspx?id=28&Genre=0&City=0&Date=&SearchText=laurin%20buser

Laurin Buser Foto von Janick Zebrowski

Foto von Janick Zebrowski (www.zebrowski.ch)

7. GrenzgängerSlam

Das trendykrasse klasse Line-up vom GrenzgängerSlam am 29. November 2009:

Renato Kaiser aus Fribourg
Einer der erfolgreichsten Slam-Poeten der Schweiz. Kürzlich brachte er sein Debütalbum “Ich bin nicht so” heraus und hochaktuell ist auch sein neues Soloprogramm “Er war nicht so! - Ein Nachruf.” Er ist der Gewinner des letzten G-Slam.
http://www.myspace.com/renatokaiser
Renato Kaiser
Lara Stoll
aus Winterthur
Die mit Abstand erfolgreichste Slammerin der Schweiz. Im September 2006 gewann sie die Schweizermeisterschaft in der U20 Kategorie und am National 06 in München den Titel der besten U20 Slam Poetin im deutschsprachigen Raum. Seitdem wird sie gelegentlich als Kaiserin Lara Stoll I. angekündigt. “Hanni, Nanni und ich” heisst ihr erstes, neues Soloprogramm.
http://www.larastoll.ch/

Bumillo aus München
Er gewann soeben den Teamwettbewerb mit seinem Team “PauL” an den deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften in Düßeldorf und kam im Einzelwettbewerb unter die sagenhaften besten fünf. Wir freuen uns auf ihn.
http://www.myspace.com/bumillo

Jan Koch aus Berlin
Oft als Liedermacher unterwegs, bei uns als Poet. Mit seinen poetischen Texten fesselt er.
http://www.jankoch.org/

Josef Maruan
aus Berlin, wohnhaft in Biel.
Ein Slam-Poet bezaubert uns mit superspicy Kurzgeschichten.
http://www.youtube.com/watch?v=b1K9t9z3wiM

Marc Stöckli
aus Basel
Der Lokalmatador mit Locken. Er hat die Haare schön und knappe absurde Texte.
http://www.youtube.com/watch?v=PxjHpnmIW9I

Specialguest: FLORIAN VOLKMANN, Musiker, Sprachkünstler, Alleskönner aus Basel. Wir freuen uns auf eine geilgeilgeile Performance… http://www.florianvolkmann.de

Laurin Buser moderiert.
Nadia Rasetti organisiert.

Der Slam beginnt um 20 Uhr, um 19 Uhr gibts ein Gratis-Apéro. Kosten tut es 20 Franken, für Schüler 15.

Platzreservation: 061 631 22 92
Vorverkauf ticket(at)biderundtanner(dot)ch
Beinahe ist es schon ausverkauft.

Eine Notiz.

Ein idiotisches Gespräch

Zweizimmerwohnung, künstliches Licht, Küchentisch, leergegessene Teller, eine fast leere Rotweinflasche, ein sich gegenübersitzendes Ehepaar, angewinkeltes Fenster, Spätsommer, heisse Luft.

Rachel: „Lass uns einen töten.“
Jaques: „Einen Menschen?“
Rachel: „Einen lebendigen Menschen.“
Jaques: „Warum, mein Liebes, willst du das tun?“
Rachel: „Tötetest du schon einmal einen Menschen?“
Jaques: „Nein.“
Rachel: „Du willst es nicht wissen, wie es ist?“
Jaques: „Nein.“
Rachel: „Warum nicht?“
Jaques: „Ich brauch es nicht zu wissen.“
Rachel: „Wenn du da in der Zeitung läsest von einem Mörder, würdest du ihn verurteilen?“
Jaques: „Trink deinen Wein.“
Rachel: „Das Glas ist leer.“
Jaques: „Ich würde ihn verurteilen. Soll ich einen neue Flasche aufmachen?“
Rachel: „Natürlich. Du würdest ihn verurteilen, obwohl du nicht weißt, ob es Spass macht?“
Jaques: „Klar, verdammt. Was sollen diese beschissenen Fragen, Rachel?“
Rachel: „Ich glaube, töten macht Spass und was Spass macht ist verlockend. Daher ist Mord ein völlig überschätztes Delikt.“
Jaques: „Dein Glas ist voll.“
Rachel: „Ich will es testen! Ich will jemanden töten, um die Mörder zu verstehen. Du kennst doch den Ehemann von Elsa. Er hat auch grundlos getötet und nun hassen ihn alle. Das gehört geklärt.“
Jaques: „Der Wein hat einen Zapfen, verdammt.“
Rachel: „Komm, wir töten einen!“
Jaques: „Der Wein ist bitter.“
Rachel: „Die Welt besteht aus Idioten und aus Nicht-Idioten. Ein Idiot weniger ist gar weltverbessernd.“
Jaques: „Kein verfluchter Mord verbessert die Welt. Was ist falsch bei dir?“
Rachel: „Was ist falsch bei dir? Du bist nicht wissensbegierig.“
Jaques: „Und ob ich das bin, ich lese viel. Wenn ich wissen will, wie sich ein Mörder fühlt, les ich es nach. Und du solltest das gefälligst auch auf diese Weise tun. Schütt den Wein weg, er hat Zapfen.“
Rachel: „Manche Dinge kann man nicht nachlesen.“
Jaques: „Und überhaupt: Wenn es dir Spass machen täte, dann wäre etwas falsch bei dir.“
Rachel: „Und wenn es 90 % aller Menschen Spass machen täte, wäre dann noch immer etwas falsch bei mir?“
Jaques: „ Wieso trinkst du dieses eklige Gesöff?“
Rachel: „Ich mag es. Antworte mir!“
Jaques: „Rede nicht dauernd im Konjunktiv. Morden macht den wenigsten Spass. Es ist wie es ist, es ist nicht, wie es wäre. Das sind grundlegende Weisheiten. Akzeptiere das Sein, verdammt.“
Rachel: „Du weiss nicht, ob dir töten Spass macht. Dein Sein-Zustand ist reine Hoffnung, du tippst, dass du keinen Spass daran hättest. Schieb dir deinen Seinzustand in den Arsch. Wer weiss, ob die Welt aus Mördern besteht? Niemand. Vielleicht sind sie in Überzahl, vielleicht sollten sie die Gesetze machen. Du bist doch auch ein Demokrat. Du liebst doch auch die Freiheit“
Jaques: „Denkst du wirklich so?“
Rachel: „Der Wein ist sogar lecker.“
Jaques: „Egoismus ist nicht gleich Freiheit. Man ist nicht frei, wenn jeder töten darf. Maximal frei von Verstand.“
Rachel: „Dann erzähl mir mal, mein Lieber, was ist denn Freiheit, wenn es nicht schrankenloses Sein ist?“
Jaques: „Ich bin nicht für vollkommene Loyalität.“
Rachel: „Dann bist du aber auch kein Demokrat.“
Jaques; „Ich scheiss auf Parteipolitik. Wie kannst du diese Brühe mögen? Wer wirklich frei ist, will nicht töten.“
Rachel: „Wer ist hier der Egoist? Deine Meinung ist die wahre, sagst du? Ich frag noch mal, was wenn jeder töten will ausser dir?“
Jaques: „Ich wäre ausser mir.“
Rachel: „Mit dir zu sprechen ist unmöglich.“
Jaques: „Dein Weingeschmack ist unmöglich.“
Rachel: „Du bist derjenige, der Freiheit verhindert.“
Jaques: „Wenn für dich es Freiheit ist, anderen ebendiese wegzunehmen, so muss ich sagen: Ich tue es mit Freude.“
Rachel: „Du bist derjenige, der Freiheit verhindert.“
Jaques: „Du hast einen Hänger.“
Rachel: „Ich will jemanden töten, es ist mein Wille.“
Jaques: „Befrei dich von ihm.“
Rachel: „Wie?“
Jauqes: „Erschiess dich. Woher soll ich das wissen?“
Rachel: „Du weißt doch sonst auch alles so genau.“
Jaques: „Es ist ein Teufelskreis, verdammt, du hast mir diesen Abend vermiest.“
Rachel: „Ich geh jetzt.“
Jaques: „Wohin?“
Rachel: „Ich geh nen Idioten töten.“
Jaques: „Wie erkennst du ihn?“
Rachel: „Entweder er folgt mir und tötet mit mir einen Menschen, oder er muss selber sterben.“
Jaques: „Liebstes, hör auf dieses Ding auf mich zu richten.“
Rachel: „Idiot?“
Jaques: „Setzt dich, Liebstes, du wirkst bleich…-“
Rachel: „Idiot?“
Jaques: „Trink ein Schluck und atme tief…-“
Rachel: „Idiot?“

Schweigen. Dann: Peng..